Veranstaltungen im ganzen Land

Der 2. saarländische MS-Tag bietet allen Interessierten die Möglichkeit, sich grundsätzlich oder über Spezialthemen der Multiplen Sklerose an zu informieren.

 


Multiple Sklerose – was nun?

Die Diagnose »Multiple Sklerose«, von Ärzten häufig als E.D. (encephalitis disseminata) bezeichnet, bedeutet noch immer einen Schock für die Betroffenen. In der Öffentlichkeit herrschen häufig Vorurteile über die Krankheit vor, dass MS Muskelschwund sei oder der Erkrankte einen Rollstuhl benutzen müsse.

Mit dem Multiple-Sklerose-Tag informieren wir über die zahlreichen therapeutischen Möglichkeiten, um das Krankheitsgeschehen in den Griff zu bekommen, die Heftigkeit und Häufigkeit der Schübe zu reduzieren und das Fort­­­­schreiten zu verlangsamen.

Am 23. August steht nicht die Krankheit im Vordergrund, sondern die Menschen, die von ihr betroffen sind.

Wir danken allen saarländischen neurologischen Akut- und Rehakliniken, dass sie sich bereitwillig an der Gestaltung dieses Tages beteiligen und freuen uns insbesondere über die Beiträge der niedergelassenen Ärzte und Therapeuten. Frau Marie-Elisabeth Denzer danken wir für die Übernahme der Schirmherrschaft.

Prof. Dr. med. Klaus Schimrigk

Vorsitzender
 


Diagnose MS – Multiple Sklerose.

Ein Schicksalsschlag für die meist noch jungen Betroffenen, die das Leben – wie es gemeinhin heißt – noch vor sich haben.

Diagnose MS – … alle Pläne und Träume scheinen in unerreichbare Ferne zu rücken. Stattdessen droht ein Leben in Krankheit, in Pflegebedürftigkeit, im Rollstuhl. … Alles vorbei?

Nein! Multiple Sklerose ist eine Erkrankung mit vielen Erscheinungs- und Verlaufsformen. Trotz großer Fortschritte in der Forschung ist MS zwar noch nicht heilbar, aber besser behandelbar. Ein Leben mit MS ist – wie die Betroffenen nach dem ersten Schock irgendwann erfahren werden – unbedingt lebenswert.

Die Diagnose MS kann – trotz anfänglichen Schreckens – eine Chance sein. Gerade im Gespräch mit MS-Patienten erlebe ich immer wieder, mit welcher Gelassenheit und Stärke Menschen ihr schweres Schicksal meistern. Der Satz: »Mit geht es doch noch gut … es gibt Leute, die sind viel schlechter dran als ich«, höre ich immer wieder. Die Menschen, die dies sagen, haben ihr Schicksal angenommen, ziehen Kraft und Stärke daraus.

Dieses Annehmen basiert darauf, dass die Menschen mit MS auch von ihrer Umwelt angenommen werden. In der DMSG leisten Freunde, Verwandte, viele ehrenamtliche und professionelle Helfer beispielhaften Einsatz für die Erkrankten.

Krankheit ist Teil dieses Lebens, das für uns alle endlich ist. Sich damit auseinander zu setzen, fällt den meisten von uns schwer, vor allem in den jungen Jahren, die uns diese unendliche Leichtigkeit des Seins vorgaukeln. Dieses Sein aber ist gebrechlich … Von heute auf morgen kann alles anders werden, durch Unfall oder Krankheit.

Da sehe ich meine Aufgabe als diesjährige Schirmherrin des saarländischen MS-Tages: Aufmerksam zu machen, auf einen häufig ausgegrenzten Teil unseres Lebens. Ich wünsche dem 2. saarländischen MS-Tag viel Aufmerksamkeit und ein gutes Gelingen.

Marie-Elisabeth Denzer

Programmgruppenleiterin Kultur und Wissenschaft FS, Saarländischer Rundfunk
Schirmherrin des 2. Saarländischen Multiple Sklerose-Tags

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